Presse
Super User

Überzeugende Vorstellung beim 14-0 (4-0/5-0/5-0) Heimsieg der zweiten Mannschaft gegen die Bockum Bulldogs.

Verwundert rieben sich die Zuschauer die Augen als sie zum Warm Up der beiden Teams die Halle betraten, denn im Gegensatz zu den sonstigen Spielen musste Coach Lukas Langer auf zahlreiche Stammspieler verzichten, sodass lediglich 9 Feldspieler und die Geheimwaffe Patrick Franz, der ansonsten das Tor hütet, den Sieg einfahren sollten. Gegen die Wundertüte aus Krefeld, die bis dato mal überzeugende Kantersiege eingefahren hatte, aber auch herbe Klatschen kassiert hatte, hatten die Commanders eh noch was geradezustellen. Denn der 7-4 Auswärtssieg im Hinspiel war wenig ruhmreich und das bis zum jetzigen Zeitpunkt knappste Spiel der langen Saison. Zuhause wollte man den Gästen nun zeigen, dass man sich spielerisch und mannschaftlich deutlich weiterentwickelt hat, was im Spielverlauf auch überzeugend gelang.

Zu Beginn beorderte Lukas Langer Christian Lastowski ins Gehäuse, der sich am letzten Wochenende in den Dienst der ersten Mannschaft gestellt hatte und mit nach Rostock gereist war und konnte sich von Beginn an sicher sein einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten zu haben. Zwar konnte der sich in überragender Form befindende Max Keusen seine Farben bereits in der zweiten Spielminute nach wunderbarem Pass von Dustin Pieper in Führung bringen, doch dann entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch mit guten Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, sodass Christian Lastowski sein ganzes Können aufbieten musste, um den Ausgleich oder gar einen Rückstand zu verhindern. Nach 10 Minuten hatte Coach Lukas Langer genug gesehen und fand in der folgenden Auszeit klare Worte. Anscheinend trugen diese schnell Früchte, denn das Angriffsspiel der Commanders war nun viel gradliniger und präziser, die Defensivzweikämpfe wurden gewonnen und der unnötige Gang auf die Strafbank wurde vermieden. Dass die ehrgeizigen Spieler aus der Zweiten lernfähig sind, bewiesen sie beim zweiten Tor als Kurt Macho, wie im Training geübt, den sich freilaufenden Verteidiger Florian Langer im Slot bediente, der für die beruhigende 2-0 Führung sorgte. Anschließend hieß es wieder "Bühne frei" für Max Keusen, der sich in Unterzahl den Ball schnappte, drei Gegenspieler düpierte und auch dem gegnerischen Torhüter mit seinem Abschluss durch die Beine keine Chance ließ. Den Schlusspunkt im ersten Drittel setzte der hünenhafte Verteidiger Kai Ariesen, der von Malte Wruck bedient einen Dampfhammer von der Mittellinie abließ, der sich seinen Weg ins Tor suchte und gleichbedeutend war mit dem 4-0 Pausenstand. Trainer Lukas Langer war mit dem Auftreten seiner Mannen nach der Auszeit sehr zufrieden, lediglich aufgrund der vielen Strafen (insgesamt 8 von 20 Minuten in Unterzahl agiert) war er ein wenig verstimmt.

Das zweite Drittel läutete Kurt Macho sofort mit seinem ersten Treffer an diesem Abend ein, nachdem Malte Wruck ihn schön eingesetzt hatte. Anschließend konnten die Niederberger zwar mit gelungenen Kombinationen überzeugen, jedoch ließ man beim Abschluss jegliche Konzentration vermissen, sodass man beste Einschussgelegenheiten en masse liegen ließ. Dass sich dies nicht mit einem Gegentor rächte, war dem Gehäuse des eigenen Tores zu verdanken, denn ein Schuss der Bulldogs touchierte zwei Mal das Metall am Innenpfosten ehe er die Torlinie in Richtung des Feldes wieder verließ. So konnte der überzeugende Christian Lastowski seinen Kasten in der 30. Spielminute ohne Gegentor räumen und machte Platz für Henrik Pätzold. Die Anweisung den kalten Torhüter defensiv zu unterstützen, setzten die Hausherren perfekt um, ab Mitte des Spiels fanden sich nur noch sehr vereinzelt Verzweiflungsschüsse der Gäste in der sicheren Fanghand von Henrik Pätzold, der seinem Torhüterkollegen in nichts nachstand. Aufgrund der starken Defensivleistung wurde den Bulldogs im Spielverlauf immer mehr der Schneid abgekauft, sodass man sich nun mehr auf die eigene Offensive fokussierte. Die logische Konsequenz war das 6-0 in der 32. Spielminute, das erneut Kurt Macho erzielen konnte, nachdem er einen Abpraller von Patrick Vitz geschickt verwerten konnte. Kurz darauf dezimierten sich die Gäste durch ein Foulspiel selber, sodass Max Keusen geschickt auf Höhe der Mittellinie verzögerte und den zum Tor ziehenden Dustin Pieper sah, der den harten Pass perfekt in den Winkel abfälschte, somit durften die Bulldogs nach 24 Sekunden bereits wieder in kompletter Mannschaftsstärke versuchen, die Angriffsbemühungen der Commanders zu stoppen. Dies sollte allerdings nicht so einfach klappen, denn der heute sehr spielstarke Malte Wruck zog nach Zuspiel von Dustin Pieper ab und konnte die orangene Kugel erneut im Gehäuse versenken. Den 9-0 Pausenstand sollte wieder der Toptorjäger Max Keusen nach tollem Pass von Marco Kniprath herstellen. Coach Lukas Langer lobte die Spielweise seiner Mannen, forderte jedoch weiterhin volle Konzentration auf die Defensive. Um diese zu stärken, wurde der in Fachkreisen auch als "weißer Riese Megaperls" bekannte Patrick Franz von seinem Reservistendasein erlöst und sollte nun als Spieler für Furore sorgen.

Malte Wurck erklärte sich schließlich bereit für das leibliche Wohl der gesamten Mannschaft zu sorgen, da er das 10-0 auf der Anzeigetafel aufleuchten ließ und somit den obligatorischen Kasten Apfelschorle sponsern wird, wie es sich eben für eine absolute Topmannschaft eben gehört. Auch Carsten Günther schaffte es endlich den gegnerischen Torhüter zu überwinden, in seiner unnachahmlichen Weise tankte er sich durch die perplexe Abwehrreihe der Bockumer, ließ den Goalie aussteigen und vollendete mit einem wohlklingendem "Pling" unter die Latte. Nun sollte der große Auftritt von "Feldspielertorhüter"Patrick Franz, der Coach Lukas Langer zum Nachdenken animieren sollte, ob er wirklich auf der Torhüterposition der Mannschaft am besten helfen kann, denn erst zeigte er einen knallharten Check, ehe er sich den Ball schnappte und seinem Mannschaftsgefährten Patrick Vitz so maßgenau bediente, dass dieser nur noch einschieben musste. Die letzten beiden Tore waren dann wiederrum Max Keusen vorbehalten, der seine heutige Torausbeute damit auf fünf Treffer hochschraubte und weiter berechtigte Ambitionen auf den ehrenhaften Topscorer Platz der Liga hat.

Der Jubel war am Ende groß, denn ein 14-0 Sieg war in diesem Stile heute nicht zu erwarten gewesen, gerade nach dem engen Hinspiel war man auf einen schwierigen Abend eingestellt. Nach leichten Startschwierigkeiten steigerten sich die Spieler jedoch sukzessive und arbeiteten großartig in der Defensive, sodass die beiden Goalies Christian Lastowski und Henrik Pätzold und das gesamte Team mit einem im Skaterhockey äußerst seltenen Shootout belohnt wurden. Erfreulich war außerdem, dass sich alle Spieler in die Scorerliste eintragen lassen konnten, was die große Ausgeglichenheit der Mannschaft wiederspiegelt. Ein Sonderlob hatte Coach Lukas Langer heute für einen seiner Schützlinge über, der sonst eher nicht im Rampenlicht steht: "Marco Kniprath hat heute ein brutales Spiel abgeliefert. Bereits in den letzen zwei Wochen beim Training hat er seine aufsteigende Form gezeigt und heute glänzt er nicht nur als souveräner Abräumer in der Defensive, sondern servierte den Stürmern zusätzlich zahlreiche gute Aufbaupässe. Es ist erfreulich, dass alle Jungs füreinander in die Bresche springen und sich unterstützen."

Für die zweite Garde der Commanders geht es nach einer zweiwöchigen Pause am 31.08. um 17.15 Uhr weiter mit dem Gastspiel in Düsseldorf bei den Rams. Bereits das Hinspiel konnte man mit 12-3 für sich entscheiden, sodass man mit breiter Brust zum Rhein fährt, um die nächsten drei Punkte einzufahren. Denn sollten die Commanders das Gastspiel dort gewinnen, fehlt nur noch ein Sieg in Krefeld, um die Meisterschaft bereits vorzeitig perfekt zu machen.

Der Traum lebt also weiter...

 

Super User

Geschlossene Mannschaftsleistung sichert 10-9 Sieg (3-2/3-3/3-4/1-0) nach Penaltyschiessen in Rostock.

Am Samstagmorgen machte sich eine sehr übersichtliche Kolone von Fahrzeugen auf den weiten Weg ins das 600 Km entfernte Rostock, um das weitesteste Auswärtsspiel der Saison anzugehen. Die Anreisestrapazen waren dieses Mal der geringste Grund zur Sorge, konnte man doch urlaubs- und berufsbedingt nur auf sechs Spieler der ersten Mannschaft zurückgreifen. Auch Trainer Markus Winzen der seine aktive Felspielersaison bereits für beeendet erklärt hatte, musste sich nochmals in die eingestaubte Montur zwängen, um seinem zwei Mann Sturm Domikic Doden und Lukas Langer ein paar Verschnaufpausen zu erlauben. Um eine finanzielle Bestrafung des Verbandes zu umgehen, wurde der Kader durch den Torhüter der zweiten Mannschaft Christian Lastowski komplettiert, der sich als Feldspieler auf die Bank setzte und seinen Mannen mental unterstützte, vielen Dank noch mal von dieser Seite. Wären diese Umstände nicht schon schwer genug, erfuhr man, dass Rostock alles was Rang und Namen hat aufgestellt hatte, um den direkten Konkurrenten aus Velbert zu besiegen und sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren.
Die taktische Vorgaben und Aufstellung waren aufgrund mangelnder Alternativen schnell durch Spielertrainer Markus Winzen abgehandelt, sodass man pünktlich in einer der schönsten deutschen Spielstätten, der Ospa-Arena, starten konnte.

Das Spiel startete verhalten und begann mit beidseitigem Abtasten, man merkte den Rostocker Spielern durchaus an, dass ein großer Druck einen Sieg einzufahren auf deren Schultern lastete, während die Commanders sich erst mal auf die eigene Defensive konzentrierten.
In der siebten Minute waren es die Gastgeber, denen es gelingen sollte, den stark haltenden Rückhalt der Velberter Mannschaft Marvin Werners zum ersten Mal zu überwinden. Keine drei Minuten später war es Michel Ackers, der eisenharte Verteidiger der Commanders, der mit einem knallharten Schlagschuss nach einem Bullygewinn von Dominc Doden das Netz des Gästetores zum ersten Mal zappeln ließ. In der 13. Spielminute zeigte Lukas Langer dann zum ersten Mal am heutigen Tag seine Fähigkeiten vorm Tor, indem er bei einer 2-1 Situation aus dem Slot abzog und den Ball im Winkel zur erstmaligen Commanders Führung versenkte, spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten die Commanders Lunte gerochen und malten sich realistische Siegchancen aus. In der 18. Minute war es das heutige Traumduo Doden und Langer, das in Überzahl einen weiteren Treffer erzielen konnte, indem Dominic Doden einen harten Pass vors Tor spielte, den Lukas Langer durch die Beine des gegnerischen Goalies Sven Spanrad verwertete. Dass es nicht mit dieser komfortablen Führung in die erste Drittelpause ging, war einer Unkonzentriert im Defensivverhalten geschuldet, die die Nasenbären auf ihre routinierte Weise sofort ausnutzen konnten, somit ging es mit einer knappen 3-2 Führung in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel war keine drei Minuten alt, als Lukas Langer seinen Hattrick mit einem cleveren Rückhandschuss über die Schoner des Goalies komplettierte, nachdem er gut von Dominic Doden in Szene gesetzt wurde. Danach erkämpften sich die Rostocker, aufgrund der Krafteinbußen, die sich langsam bei den Schlossstädtern bemerkbar machten, leichte Feldvorteile, die sie angeführt von einem starken Eric Haiduk bis zur 37. Minute zum 4-4 Ausgleichtreffer nutzen konnten. Velbert hatte durch Dominc Doden die richtige Antwort sofort parat, der in Überzahl zu einem seiner unwiderstehlichen Handgelenkschüsse kam und den Ball eiskalt im Kreuzeck versenkte. Eric Haiduk wollte diesem jedoch in nichts nachstehen und erzielte umgehend auf ähnlich Art und Weise den wiederholten Ausgleich. Als die ersten Zuschauer bereits am Bierwagen standen, konnten die Commanders doch noch ein weiteres Mal in Führung gehen: Lukas Langer ließ einen Gegenspieler im Zweikampf stehen, sah Dominik Doden, der in bester Torjägermanier vollendete.
Somit ging es mit einem hart umkämpften 6-5 Vorsprung ins letzte Drittel, die man mit einer 5-minütigen Überzahl beginnen sollte, da ein Spieler den Schiedsrichter beleidigte und in der Drittelpause dafür eine rote Karte sah.

Dass das Überzahlspiel noch nie eine Stärke der Commanders war, untermauerten die Spieler grandios, zahlreiche gute Einschusschancen wurden nicht genutzt und so verronn die Zeit in Überzahl ungenutzt, statt das Spiel entschieden zu haben, war nun für beide Seiten noch alles drin und es wurde mit offenem Visier agiert.
In der 48. Minute war es erneut der heute bärenstarke Lukas Langer, der nach einer gelungenen Kombination über mehrere Stationen den scharfen finalen Pass von Michel Ackers unhaltbar zum 7-5 abfälschen konnte.
Die Paradereihe hatte nun so richtig Lust am Tore schießen gefunden, denn keine 10 Sekunden später lag die Kugel bereits wieder im gegnerischen Gehäuse. Doch was war passiert? Dominik Doden spielte den Bully tief ins gegnerische Drittel, Lukas Langer gewann den Zweikampf und servierte seinem kongenialen Sturmpartner den Ball auf die Kelle, der den Ball locker im Tor unterbringen konnte. Statt den drei Tore Vorsprung zu verwalten, wurden die Commanders keine 30 Sekunden später mit einer kalten Dusche zum 6-8 erwischt und das Spiel war wieder offen. Rostock schmiss nun alles nach vorne und die immer mehr auf dem Zahnfleisch gehenden Velberter wurden immer mehr in die Defensive gedrängt. Doch man konnte einen Ball in der eigenen Zone in der 51. Minute bravourös erkämpfen, sodass Dominic Doden Lukas Langer schickte, der sich die sich ihm bietende Gelegenheit nicht nehmen ließ und zur umjubelten 9-6 Führung einschoss. Das musste es doch jetzt gewesen sein, dachte man sich auf der Velberter Bank, doch Rostock bäumte sich noch mal auf - und wie. Innerhalb von zwei Minuten verkürzten die Hansestädter auf 8-9 und die Halle stand Kopf und forderte nun lautstark den Ausgleich. Die Commanders kämpften unerbittlich und schmissen sich in jeden Schuss hinein, doch schließlich sollten die Kraftreserven aufgebracht sein, nachdem die Spieler in der Schlussphase teilweise sieben Minuten am Stück auf dem Feld standen, führte ein unnötiges Foul zu einer letzten Überzahlsituation der Rostocker.
Und wie es kommen musste, nutzten diese einen Abpraller zum umjubelten Ausgleich, jedoch hatte dieser aufgrund einer gravierden Torhüterbehinderung nicht anerkannt werden dürfen, dies ist aufgrund der Tatsachenentscheidug der Schiedsrichter jedoch Makulatur. In den letzten 60 Sekunden wollten beide Mannschaften unbedingt den Sieg, erst entschärfte Marvin Werners einen letzten gefährlichen Schuss der Gastgeber, ehe die Commanders ihre starke Leistung fast noch vergolden konnten. Dominic Doden sah den enteilten Lukas Langer, jedoch konnte dieser den schwer zu verwertenden Pass nicht mehr vor Ablauf der regulären Spielzeit im Tor unterbringen. Somit musste das Penaltyschiessen über den Sieger entscheiden.

In der Lotterie hatten die Velberter schließlich beim insgesamt 18ten Penalty das glücklichere Händchen, da Marvin Werners seine Gegenüber wiederholt zur Verzweiflung trieb und Alex Weiß sich und sein Team für sein ganz starkes Spiel mit einem in den Winkel verwandelten Penalty belohnt.

Der Jubel auf Seiten der Commanders kannte nun keine Grenzen mehr. Hatte man doch vor der Abfahrt auf eine Sensation gehofft, aber wirklich realistisch waren die Chancen nicht, dass die mitgereisten Spieler das Unmögliche doch wahr machten, war nur durch eine ganz starke Mannschaftsleistung möglich. Jeder Spieler ging über die Grenzen der physischen Belastbarkeit hinaus, um die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Ein Dank geht an die sympathischen Gastgeber für ein tolles Hockeyspektakel auf Augenhöhe und die gebotene Gastfreundschaft!

Ein Lob an alle mitgereisten Betreuer, Torhüter und Feldspieler, alle haben einen fantastischen Job hingelegt, hier noch der Vollständigkeit halber die einzelnen Akteure:

Marvin Werners (Tor), Nicyt Quednau ( Betreuer, Dennis Balz (Betreuer), Alex Weiß (1 Tor/0 Vorlagen), Phil Jansen (0/1), Michél Ackers (1/2), Christian Lastowski (0/0), Lorenz Wruck (0/0) Markus Winzen (0/0), Dominc Doden (3/4), Lukas Langer (5/2)

 

Super User

"Nichts ist unmöglich"

So oder ähnlich dürfte das Motto für das schwere Gastspiel der Commanders an der Ostsee sein, wo man am Samstag um 19.00 bei den Rostocker Nasenbären antritt.

Die Schwierigkeiten, die bevorstehen dürften, resultieren allerdings weniger aus der Spielweise des Gegners, sondern aus der eigenen Aufstellung, denn obwohl man Zuhause gegen die routinierten Rostocker mit 5-6 unterlag, waren die Nasenbären ein schlagbarer Gegner.

Der von vornerein stark geschrumpfte Kader der Commanders muss am Samstag arbeits- und berufsbedingt auf weitere Stützen wie Fabian Jakobowski, der nach seiner Rotsperre wieder einsatzfähig gewesen wäre, sowie Chris Pickhardt, Martin Schmitz, David Utz, Max Voss sowie den zuletzt immer stärker agiereden Rückhalt Marvin Storb verzichten. Hinzukommt, dass mit David Luchtenberg ein weiterer Spieler ausfällt, da er über den großen Teich fliegt und seinen wohlverdienten Urlaub in Amerika verbringen wird.

Somit wird der Kader, mit dem die Commanders am Samstag antreten werden klein, aber fein sein. Die einzigen mitfahrenden Stürmer sind Liga Top Scorer Dominik Doden, der eine Kniereizung wieder auskuriert hat und sein Sturmpartner Lukas Langer, der nach einer zweiwöchigen Pause aufgrund einer Sprunggelenksverletzung sein Team endlich wieder physisch unterstützen kann. Eventuell wird der aktiv zurückgetretene Trainer Markus Winzen reaktiviert und als Spielertrainer fungieren, um den beiden ein paar Verschnaufpausen zu verschaffen.

Auch die Defensive stellt sich nahezu alleine auf, hat es aber in sich. Mit dem immer stärker werdenden Eishockeycrack Michél Ackers und Defensivverteidiger Alex Weiß ist immerhin die komplette Velberter Paradereihe im hohen Norden vertreten und will für Furore sorgen. Komplettiert wird die Defense vom Captain Phil Jansen, dem aufgrund seiner großen Erstligaerfahrung eine wichtige Rolle zukommen dürfte und der körperliche starke Lorenz Wruck, der wie immer mit seiner robusten, aber fairen Spielweise für Respekt beim Gegner sorgen wird.

Im Tor wird Marvin Werners nach längerer Verletzungs- und arbeitsbedingter Pause sein Comeback feiern und versuchen an seine Glanzleistungen der letzten Jahre anzuknüpfen.

Dass man mit viel Moral und Einsatz auch bei schwersten Bedingungen bestehen kann, bewiesen die Commanders bereits vor zwei Jahren in Merdingen.Dort trat man mit sechs Feldspielern bei 35° Grad auf einem Außenplatz gegen den Gastgeber, der seit zwei Jahren Zuhause ungeschlagen war, an und könnte beim 4-6 Auswärtssieg die am Ende entscheidenden Punkte für den Nichabstieg holen.

Auf der diesjährigen Mission Impossible wollen die Commanders diesen Coup wiederholen und sich somit endgültig aus dem Abstiegskampf entfernen und einen direkten Konkurrenten um die Plätze im Tabellenmittelfeld distanzieren.

Die Commanders werden dezimiert antreten, aber trotzdem alle Hebel in Bewegung setzen, damit sich die lange Reise an die Ostsee lohnt!

Super User

Zu hoch ausgefallene 4-13 (0-3/1-2/3-8) Niederlage gegen Kassel

Am Samstag hatten die Commanders einen ganz schweren Brocken vor der Brust, niemand anderes als der mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartete Tabellenführer aus Kassel war im Sportzentrum zu Gast. Dass die Wizzards eine Revanche für das am grünen Tisch gegen Velbert verlorene Hinspiel haben wollten, belegten sie bereits damit, dass sie nahezu komplett nach Velbert reisten, um drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen einzufahren.

Wäre die Aufgabe von vornherein nicht schon schwer genug gewesen, musste Coach Markus Winzen auch noch berufsbedingt auf Chris Pickhardt, David Utz und Marvin Werners verzichten. Hinzu kam ein weiterer schwerer Rückschlag, denn der in den letzten Wochen immer besser in Form kommende Sturmtank Lukas Langer, verletzte sich bei der Trainingseinheit am Donnerstag am Syndesmoseband. Obwohl es noch minimale Hoffnungen auf einen Einsatz im Spiel gab und Physiotherapeut Joeri Roegier alles Erdenkliche tat, reichte es nicht, sodass die Hochspieler aus der zweiten Mannschaft Carsten Günther und Max Keusen Toptorjäger Dominik Doden in der ersten Reihe unterstützen mussten. Nachdem die Mannschaft personell und taktisch auf den Gegner ausgerichtet wurde, ging es los - und wie. Die Zuordnung auf Velberter Seite stimmte in den ersten Wechseln absolut nicht, so konnten die Zauberer aus Kassel direkt ihre Fähigkeiten präsentieren und bugsierten die orangene Kugel innerhalb von nur 56 Sekunden zwei Mal in das von Marvin Storb gehütete Gehäuse. Eine richtig kalte Dusche für das gesamte Commanders Team und in den Köpfen wurden Bilder wach von der desaströsen Pleite vor vier Wochen in Berlin, doch genau in dieser Situation konnte man die verbesserte Einstellung und den Teamzusammenhalt bewundern. Wurden noch vor Wochen die Fehler untereinander gesucht, arbeitet man nun gemeinsam umso mehr gegen die spielstarken Gäste an und kämpfte sich zurück ins Spiel. Kassel war zwar weiterhin feldüberlegen, aber es wurde den Wizzards bedeutend schwerer gemacht zum Tor zu gelangen und auch die Commanders hatten die ein oder andere Einschusschance. Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr wurde jedoch sofort durch Alexander Heinrich zum 0-3 bestraft (10. Minute), was gleichbedeutend war mit dem Ergebnis nach den ersten 20 Minuten.
Coach Markus Winzen war mit der Leistung seiner Mannen trotz des Rückstandes nicht unzufrieden, lediglich die Konzentrationsschwäche in der ersten Minute wurde bemängelt. Im zweiten Drittel sollten die Spieler nun versuchen mehr Akzente nach vorne zu setzen.

Nachdem man erneut nach 26 Sekunden einen weiteren Gegentreffer hinnehmen musste, dieses Mal in Unterzahl, legten die Commanders richtig los. Die bis dato souverän agierenden Hessen wirkten aufgrund des stetig wachsenden Drucks verunsichert und konnten sich wiederholt beim starken Goalie Dominique Morton und dem Aluminium bedanken, dass die Velberter keine Aufholjagd starteten. Lediglich Hochspieler Max Keusen war es in der 37. Minute vergönnt den Torhüter durch die Beine zum 1-4 zu düpieren, im direkten Gegenzug fiel jedoch der erneute Gegentreffer, sodass es mit einem 1-5 Spielstand zum Pausentee ging. Den hatten die Wizzards auch dringend nötig, denn sie wurden teilweise von den starken Velbertern entzaubert und wurden immer unzufriedener aufgrund des Spielverlaufs - der erwartete einfache Punktelieferant war Velbert keineswegs.

Das letzte Drittel beginn wie jeder andere Spielabschnitt mit einem zügigen Tor der Gäste nach einem Fehler im Spielaufbau der Commanders. Diese mussten nun offensiver agieren, um das Unmögliche möglich zu machen und die Punkte doch noch daheim zu behalten. Die daraus resultierenden Lücken sowie die Verletzung an der Leiste des stark haltenden Marvin Storbs nutzten die Gäste zu insgesamt acht weiteren Treffern, denen die Commanders nur drei Tore durch Phil Jansen, David Luchtenberg und Dominc Doden entgegensetzen konnten.
In der letzten Minute der fairen und von den hervorragenden Schiris Oliver Latocha und Dennis Diem geleiteten Partie, einigten sich beide Mannschaften darauf den Ball auf den Mittelpunkt zu legen und die Uhr runterlaufen zu lassen, da Marvin Storbs Verletzung ein Weiterspielen unmöglich machte. Somit endete eine interessante und temporeiche Partie mir 4-13 aus Velberter Sicht, das nackte Ergebnis könnte den Eindruck vermitteln, dass man ein leichter Sparingspartner der Wizzards war, das Spiel war jedoch bedeutend enger und hat mit Kassel aber definitiv auch einen verdienten Sieger gefunden.

Die Spieler der Commanders haben jedoch keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken, denn der Einsatz und die Moral waren beeindruckend, konnte man doch einem spielstarken und über drei Reihen ausgeglichenen Gegener mit nur zwei Reihen lange Paroli bieten. Eine aufsteigende Form ist in den letzten beiden Spielen deutlich erkennbar gewesen und mit einer solchen Leistung wie gegen Kassel oder Duisburg, werden es die Rostocker Nasenbären am 09.08. schwer haben die Punkte an der Nordsee zu behalten.

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung