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Commanders II Hart umkämpfter 11-3 (2-2/3-1/6-0) Erfolg in Krefeld beschert Aufstieg

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Die Anspannung vor dem entscheidenden Spiel in dieser Saison war vor dem Spiel förmlich greifbar. Denn nach nun zweijähriger intensiver Arbeit mit demselben Kader, der sich hervorragend entwickelt hat, war man nun nur noch einen Schritt vom ganz großen Wurf entfernt. Zwar war das Ziel "Meisterschaft" vor der Saison ausgegeben worden, doch das die Saison so reibungslos ablaufen sollte, überraschte selbst die kühnsten Optimisten. So war der finale Showdown bereits drei Spieltage vor Schluss möglich, da man bisher alle Spiele in größtenteils beeindruckender Manier für sich Gestalten konnte. Supportet wurden die Commanders von zahlreichen Mitgliedern des Vereins, die sich das historische Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Personell konnte Coach Lukas Langer nahezu aus dem Vollen schöpfen, lediglich Edeltechniker Alex Krug und Tristan Winkelsen fehlten verletzt und Radek Novak aus persönlichen Gründen, sodass man mit 15 Feldspielern und zwei Torhütern anreisen konnte. Dass man auf der Torhüterposition noch eine Wechselmöglichkeit für den leicht angeschlagenen Stammgoalie Patrick Franz hatte, war Oliver Winter zu verdanken, der den unter der Woche am Knie verletzten Christian Lastowski vertrat.
Bei der Ansprache machte der Trainer deutlich, dass das Auswärtsspiel in Krefeld für ihn das Schwerste der letzten drei Spiele wird, aufgrund des schwer bespielbaren Bodens und der Tatsache, dass sich die Skating Bears sehr heimstark präsentieren und gegen die Topmannschaften aus Langenfeld, Duisburg und Kaarst jeweils nur mit einem Tor verloren hatten.

Als die letzten motivierenden Worte verklungen waren, ging es los mit der "Mission Meisterschaft" und es entwickelte sich das vom Coach erwartete schwere Spiel.
Krefeld entschied sich, aufgrund der personellen Unterlegenheit (lediglich neun Feldspieler konnten aufgeboten werden), in der Defensive einzuigeln, um dann mit blitzartig vorgetragenen Kontern immer wieder für Gefahr vor dem Gehäuse von Oli Winter zu sorgen. So spielte sich das Spielgeschehen zumeist in der Krefelder Hälfte ab, zwingende Torchancen der Commanders blieben aber Mangelware. Erst als in der sechsten Minute ein Abwehrfehler dafür sorgte, dass Dominik Henrich den Ball vor dem Tor bekam und nur noch quer legen musste auf den am langen Pfosten lauernden Dustin Pieper, war die Führung unter dem tosenden Jubel der Fangemeinde besiegelt.
Danach verhaspelte man sich allerdings zu häufig in Einzelaktionen und spielte zu viele Fehlpässe, Krefeld nutzte dies clever und konnte durch einen Konter eine 2-1 Situation nutzen und den Ball am verdutzten Oli Winter vorbei ins Tor befördern. Doch damit nicht genug, statt auf die während einer Auszeit von Lukas Langer geforderte Verringerung der Abstände zwischen Stürmern und Verteidigern zu achten, offenbarte man wieder Lücken in der Rückwärtsbewegung bei denen die Bears eine 3-1 Situation zur 2-1 Führung nutzen konnten. Postwendend wurde auf zwei Reihen umgestellt, um den Druck zu erhöhen und mehr Zugriff aufs Spiel zu bekommen. Die Angriffsbemühungen der Schlossstädter wurden schließlich noch vor dem Pausentee belohnt, als Max Keusen Martin Mersmann bediente, der den Ball traumhaft volley annahm und noch in der Luft durch die Schoner des grandios haltenden Krefelder Goalies beförderte.

Mit einem Spielstand von 2-2 wurden die ersten zwanzig Minuten somit beendet, mit dem bisherigen Spielverlauf konnte der Favorit absolut nicht zufrieden sein.
Doch als man schlafmützig aus der Kabine kam, wurde dies wiederrum von den kaltschnäuzigen Krefeldern bestraft, die den eingewechselten Schlussmann Patrick Franz erneut überwinden konnten. Kaum war der Jubel der Gastgeber verklungen, da beförderte der Goalgetter der Commanders Max Keusen einen Abpraller von Martin Mersmann per Rückhand ins Kreuzeck und das Spiel war wieder ausgeglichen. Die Velberter leisteten sich nun zu viele dumme Strafen und mussten sich einer 2-4 Unterzahl entgegenstemmen, eigentlich ein nahezu sicheres Tor für den Gegner, doch was das Defensivass Sven Kern produzierte war beeindruckend. Erst konnte er den Ball gegen zwei Gegner zwanzig Sekunden in der eigenen Ecke halten um anschließend mit dem Ball zu entkommen und nur durch ein Foul zu stoppen gewesen war -somit konnte man die Unterzahl schadlos überstehen.
Nun wurde wieder auf drei Reihen umgestellt, um die Bears läuferisch konsequent unter Druck zu setzen, Max Keusen machte das in seiner unnachahmlichen Art vorzüglich und konnte nach einem Pass von Martin Mersmann die Commanders mit 4-3 in Führung bringen. Diese sollten sie auch nicht mehr abgeben, denn in der 38. Spielminute war es Kurt Macho, der von Patrick Vitz bedient wurde und den Drittelendstand besorgte.

Im letzten Drittel war der Bann dann endgültig gebrochen, denn die Commanders agierten nun mit vier Reihen, aber jeder Spieler nutzte seine wenige Spielzeit effektiv. So konnte Patrick Vitz seine Trefferserie fortsetzen und einen Abpraller von Kurt Macho im Gehäuse der Gäste unterbringen (43. Minute). Anschließend hatten vor allem zwei Spieler der Commanders Spaß am Tore schießen gefunden, Kurt Macho konnte weitere zwei Male die orangene Kugel im Gehäuse unterbringen und Max Keusen zeigt bei drei weiteren Toren seinen ausgeprägten Killerinstinkt vor dem gegnerischen Gehäuse.
Somit wurde der Spielstand auf ein standesgemäßes 11-3 hochgeschraubt gegen einen Gegner, der mit seinen Kräften am Ende war nach dem hohen Aufwand in den ersten beiden Dritteln.
Hervorzuheben bei den Bears ist die Leistung des überragenden Goalies Thomas Krousteres, der mit seinem grandiosen Stellungsspiel und unfassbaren Paraden seine Mannschaft lange im Spiel hielt und die Velberter Stürmer zur Verzweiflung trieb - großes Respekt vor der gezeigten Leistung!
Die Krefelder waren in der Tat der erwartet schwere Gegner und machten den Schlossstädtern lange das Leben schwer.

Schließlich war es soweit, Coach Lukas Langer nahm 60 Sekunden vor Schluss noch eine Auszeit in der die Meister T- Shirts verteilt wurden, als schließlich die letzten zehn Sekunden von der Anzeigetafel runterliefen, war der Jubel ohrenbetäubend und als die Sirene ertönte, stürzte sich die gesamte Mannschaft auf den Goalie Patrick Franz und beerdigte ihn unter sich. Überall erblickte man freudestrahlende Gesichter und Spieler, Trainer und Betreuer lagen sich in den Armen und genossen den gemeinsamen Triumph. Als Mannschaftsanimateur Dustin Pieper schließlich die obligatorische Humba anstimmte, gab es kein Halten mehr!

Die feucht-fröhliche Feierlichkeiten wurden schließlich vor die Krefelder Halle verlegt und die Fans bekamen allerhand Sektduschen zu sehen. So hatte Coach Lukas Langer nach der zweijährigen Schleiferei keine Chance gegen seine seine laufstarken Spieler und wurde von allen Seiten mit Sekt eingedeckt, sodass er die Heimfahrt nur in Boxershorts antreten konnte.
Natürlich kam jeder zu dem "Genuss" den edlen Tropfen über sein Haupt geschüttet zu bekommen und das anschließende Mannschaftsfoto hielt die Feierlichkeiten der Aufstiegshelden fest.
Leider war das Spiel ja Sonntagabends angesetzt, deswegen konnte die neben ihren Stärken auf dem Feld, auch durchaus beim Party machen überzeugende Mannschaft noch nicht die ganz große Sause starten.

Diese wird jedoch am kommenden Samstag (20.09.) nachgeholt: nachdem man um 17.30 das letzte Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Duisburg bestritten hat, wird die Mannschaft in die angemieteten Lokalitäten weiterziehen und ihren Erfolg gebührend feiern.
Aber vorher gilt es sich voll auf das Spiel zu konzentrieren, will man sich doch meisterlich von den eigenen Fans verabschieden und die 100% ige Siegesquote aufrecht erhalten.

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