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Commanders I gehen im Ententeich baden

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Verdiente 5-7 Niederlage (1-2/2-1/3-4) im Derby gegen die Duisburg Ducks.
Dass das Revierderby eine ganz harte Nuss wird, war Coach Markus Winzen und den Spielern der Commanders schon vor dem Spiel klar, obwohl die Tabellensituation anderes versprach. So trat doch der Tabellenvierte aus Velbert beim Letzten aus Duisburg und auch der deutliche 15-3 Hinspielerfolg sprach für sich. Doch seitdem hat sich leider personell einiges verändert, eher gesagt verschlimmert, denn am Samstag musste die erste Herrenmannschaft der Commanders mit einer Rumpftruppe auflaufen. Auf die Führungskräfte Michél Ackers, Phil Jansen, Fabian Jakobowski und Lukas Langer -im Hinspiel allesamt noch Garanten für den eindeutigen Sieg - musste Markus Winzen verzichten, sodass zwei Spieler ihre Premiere im Team feierten. Malte Wruck, ansonsten spielstarker Verteidiger der zweiten Mannschaft, musste auf der für ihn ungewohnten Position als Stürmer agieren und auch Daniel Heise feierte nach mehrjähriger Pause sein Comeback, nachdem er gerade mal eine Woche mit dem Team trainieren konnte. Durch diese beiden Verstärkungen konnten die Schlossstädter immerhin die Mindestanzahl von acht Spielern aufbieten, die die Punkte nach Hause bringen sollten.

Die Ducks nahmen jedoch von Beginn an das Heft in die Hand und waren in den Zweikämpfen entschlossener und wesentlich laufstärker als die Commanders. So war es nicht verwunderlich, dass zwei Spielsituationen zu Strafen führten, die Erste blieb noch ungenutzt, aber die zweite Strafe nutzte Timo Hufnagel mit einem platzierten Schlagschuss zur 1-0 Führung für die Gastgeber. Als kurz darauf erneut ein Spieler der Velberter in die Kühlbox musste, wurde Jan-Kristof Bedrna mustergültig freigespielt und tunnelte den machtlosen Marvin Werners aus kurzer Distanz. In der Folgezeit hatten die Duisburger weitere gute Einschussmöglichkeiten, die der gut agierende Marvin Werners mit starken Reflexen vereiteln konnte. Als dann knapp zwei Minuten vor Drittelende ein Duisburger wegen Haken auf die Strafbank musste, klingelte es bereits sechs Sekunden später im Gehäuse der Ducks, nachdem Daniel Heises Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Somit ging es mit einem schmeichelhaften 1-2 Rückstand zum ersten Pausentee.

Anscheinend hatte der Anschlusstreffer Aufwind gegeben, denn bereits in der 22. Spielminute ließ Max Voß einen Schlagschuss von der Mittellinie in Richtung Tor krachen, den David Luchtenberg noch entscheidend zum Ausgleich abfälschen konnte. Jedoch hatten die Duisburger keine 40 Sekunden später mit dem erneuten Führungstreffer die passende Antwort parat, erneut war es Jan-Kristof Bedrna, der einschießen konnte. Das Spiel wurde anschließend immer zerfahrener und es gab massig Strafen auf beiden Seiten, eine fünfminütige Strafe gegen David Luchtenberg und eine gelbe Karte gegeben Alex Weiß verringerten die eh nur spärlich vorhandenen Kraftreserven deutlich, jedoch konnte man diese und auch mehrere kleine Strafen unbeschadet überstehen. Als richtigerweise ein Penalty zugunsten der Commanders ausgesprochen wurde, war man schon zum Jubeln bereit, denn Dominic Doden ist eigentlich ein gewohnt sicherer Schütze. Jedoch wollte ihm an diesem Nachmittag ausnahmsweise absolut nichts gelingen und auch den Penalty konnte er nicht im Duisburger Gehäuse unterbringen. Dass man doch nicht mit einem Rückstand in die Drittelpause gehen musste, hatten die Commanders erneut David Luchtenberg zu verdanken, der in Überzahl durch einen frechen Bauerntrick den gegnerischen Torhüter überlisten konnte.

Nachdem man während der letzten Pause noch mal die letzten Kräfte mobilisiert hatet, ging es beim Stande von 3-3 in den Schlussabschnitt. Man hatte sich viel vorgenommen und wollte zum ersten Mal im Spiel in Führung gehen und das Spiel an sich reißen, doch die Ducks waren heute einfach zielstrebiger und präziser in ihren Aktionen und so ließ Julian Kraft die Gastgeber in der 43. Minute erneut jubeln. Velbert fand keine Antwort auf die heute läuferisch und spielerisch überlegenen Ducks, so war der Treffer zum 5-3 eine logische Konsequenz des Spielverlaufs, nachdem Nico Böckels einen haarsträubenden Fehler in der Defensive ausgenutzt hatte. Zwar konnte Daniel Heise per Direktabnahme nach schönem Pass von Max Voß innerhalb weniger Sekunden verkürzen, doch als innerhalb von 90 Sekunden Strutz und Bedrna mit seinem Hattrick einen drei Tore Vorsprung für die Ducks raus schossen, war die Messe gelesen. Lediglich David Luchtenberg konnte in der letzten Spielminute noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben und einen Querpass von Max Voß im Tor unterbringen. Somit jubelten am Ende die Duisburger über einen hochverdienten 7-5 Sieg, da man den Commanders kaum Schussmöglichkeiten bot, sich kaum unnötige Strafen erlaubte und körperlich präsenter war.

Coach Markus Winzen und seine Mannschaft werden nach dem desolaten Auftritt froh sein, dass der Abstieg selbst theoretisch nicht mehr möglich ist, denn die gezeigte Leistung gegen das Tabellenschlusslicht war unterirdisch. Jetzt gilt es in Bremerhaven in zwei Wochen eine Reaktion zu zeigen und als Mannschaft wieder mehr ins Spiel zu investieren wie in den siegreichen Spielen in Rostock und gegen die Steel Bulls.

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