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Commanders II stutzen den Widdern die Hörner

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Souveräner 12-3 (2-0/5-1/5-2) Auswärtssieg trotz erschwerter Bedingungen.
Das Auswärtsspiel in Düsseldorf sollte zu einer Bewährungsprobe für das bisher souverän durch die Liga marschierende Team des Spitzenreiters aus Velbert werden, zwar hatte man die Düsseldorf Rams bereits zwei Mal in dieser Saison zweistellig bezwingen können, aber zahlreiche Ausfälle mussten kompensiert werden. Aufgrund der großen Anzahl von Ausfällen nutzte Coach Lukas Langer die Gelegenheit und gab einigen Spielern Spielpraxis, die man sonst so gar nicht oder weniger auf dem Schirm hat. So feierten zwei Rückkehrer ihr Comeback: Maurice Kaufmann der alle Jugendmannschaften durchlief und lange eine Stütze der zweiten Mannschaft war, durfte nach einjähriger Zwangspause wegen seines Studiums in Bielefeld wieder seine Mannschaft unterstützen. Bei dem anderen Comebacker handelt es sich um Dominik Henrich, der bereits im Nachwuchsbereich für Furore sorgte und riesiges Potenzial besitzt, was er auch bereits in seinem ersten Spiel durch tolle Aktionen belegen konnte. Eine weitere Unterstützung in der Offensive war der ansonsten für eine stabile Defensive verantwortliche Torhüter Christian Lastowski, der die Rolle des Sturmtanks einnahm. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Aufstellung warnte der Trainer seine Mannen davor den Gegner nicht zu unterschätzen, mit viel Tempo zu agieren und die fehlende Eingespieltheit durch Kommunikation auf dem Platz vergessen zu machen.

Das Spiel begann jedoch sehr zäh und so gar nicht nach dem Geschmack von Coach Lukas Langer, denn es wurde sehr behäbig und unkonzentriert, teilweise sogar fahrig agiert, was den Gegner zu einigen guten Chancen einlud. Solche Aussetzer in der Hintermannschaft ist man eigentlich von der besten Abwehr der Liga nicht gewohnt, gut war jedoch, dass Patrick Franz im Tor viel Ruhe ausstrahlte und auch einen gegnerischen Alleingang nach einem Fehlpass im Aufbau der Commanders grandios abwehren konnte. Bereits nach wenigen Minuten nahm Lukas Langer seine erste Auszeit und stauchte seine Jungs gehörig zusammen, Besserung war jedoch anfangs nicht zu erkennen, erst als Torjäger Max Keusen in der 16. Spielminute die umjubelte Führung erzielen konnte, beruhigten sich die Nerven allmählich. Viel lief an diesem Abend spielerisch nicht zusammen, Kombinationen blieben leider aufgrund der Reihenkonstellationen Mangelware, sodass meistens Einzelaktionen für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgte. Lediglich auf das unter der Woche trainierte Überzahlspiel war Verlass: als die Rams sich zum Ende des ersten Drittels hin zu einem Foul hinreißen ließen, ließ die Überzahlformation der Commanders gekonnt den Ball durch die eigenen Reihen laufen, bis Dustin Pieper freigespielt wurde. Dessen Schuss konnte der gut haltende Goalie der Ramser Noah Hinrichs noch gut parieren, vor dem Tor belohnte sich jedoch Patrick Vitz per Abpraller für seine seit Wochen ansteigende Form im Training. Da die Ramser fünf Sekunden vor Schluss eine weitere Strafe gegen sich ausgesprochen bekamen, ging es mit einem Überzahlspiel und einer 2-0 Führung in die Kabine. Dort wurde es jedoch richtig laut, denn Trainer Lukas Langer war mit der Spielweise seiner Mannschaft keineswegs zufrieden und appellierte an die Moral seiner sonst so kampf- und laufstarken Mannschaft und forderte eine konsequentere Zweikampfführung in der Defensive.

Das zweite Drittel war gerade 84 Sekunden alt, da konnte die gut abgestimmte Überzahlformation in Form von Patrick Vitz erneut den gegnerische Goalie mit einer Kopie des ersten Überzahltores überwinden. Keine 14 Sekunden später jubelten erneut die Gäste aus der Schlüsselstadt, denn Max Keusen hatte sich gut durchgetankt und den Ball aus dem Slot per Handgelenkschuss ins Tor bugsiert zum 4-0 Zwischenstand. Es dauerte weitere fünf Minuten, bis der in den letzten Spielen in Hochform agierende Marco Kniprath sich selber belohnte und endlich seinen ersten Saisontreffer bejubeln durfte, wobei er anfangs gar nicht realisieren konnte, dass er tatsächlich der Schütze war- vorausgegangen war ein super Pass von Mr. Übersicht Martin Mersmann. Anschließend kassierte man jedoch zwei unnötige Strafen, sodass sich die Velberter einer 3-5 Überzahl entgegenstemmen mussten, leider konnte auch Patrick Franz das erste Gegentor nach knapp 100 gegentorfreien Spielminuten nicht mehr verhindern, denn gegen den gewaltigen Schlagschuss von Jens Pompe war auch er machtlos. Danach plätscherte das Spiel wieder ein wenig vor sich hin und bot wenige Highlights, sonder vermehrt Fehlpässe auf beiden Seiten und Abstimmungsschwierigkeiten. Nach 30 Minuten hatte Patrick Franz seinen Job erfolgreich beendet und für ihn rückte Henrik Pätzold ins Tor, der sein Abschiedsspiel feierte, bevor am Dienstag mit seinem Bruder, dem an der Schulter verletzten Verteidiger Philip, für ein 10 monatiges Abenteuer nach Neuseeland aufbrechen wird. Die nächsten Highlights waren Martin Mersmann zu verdanken, der eigentlich an panischer Abschlussangst leidende Wirbelwind im Sturm der Zweiten, zauberte sich zwei Mal innerhalb von 40 Sekunden durch die Düsseldorfer Abwehrreihe und vollendete jeweils gekonnt zum 7-1 Pausenstand.

Im letzten Spielabschnitt mussten die Commanders anfangs ein weiteres Gegentor hinnehmen, das auch Henrik Pätzold nach einem Patzer in der Hintermannschaft nicht mehr ausbügeln konnte. Es dauerte wieder geschlagene neun Minuten, bis sich die Velberter auf ihre spielerische Überlegenheit besannen und diese in Tore ummünzte: Dominik Henrich in seinem ersten Spiel in diesem Jahr zeigte im letzten Drittel als Verteidiger agierend seine herausragenden Fähigkeiten im Spiel mit dem Ball und vollendet zwei Mal in Überzahl gekonnt im Winkel mit präzisen Schlagschüssen, vorher wurde er jeweils blendend freigespielt. In der 54. Minute krönte auch Dustin Pieper seine immer stärker werdende Form in dieser Saison mit einem schön herausgespielten Tor, nachdem er vorher bereits zu drei Toren assistiert hatte und darf zum Lohn dafür, dass es das 10-2 war, am Dienstag einen Kasten Bier bereitstellen. In der 58. Spielminute konnte sich auch Carsten Günther noch in die Torschützenliste am heutigen Tag eintragen, ehe erneut Domink Henrich im Alleingang erfolgreich war und seinen Hattrick komplettierte. Ärgern tat sich Coach Lukas Langer noch über ein sehr unnötiges Gegentor, das eine (!) Sekunde vor Abpfiff fiel und somit gleichbedeutend war mit dem 12-3 Endstand.

Zu dem Spiel hatte Coach Lukas Langer folgendes zu sagen: "Heute hat man gemerkt, dass die Abstimmung fehlte und das ganze Spiel sehr verkrampft war. Nichtsdestotrotz haben wir die Pflichtaufgabe standesgemäß gelöst und konnten auch Spielern Spielpraxis geben, die sonst eher selten im Kader stehen. Erfreulich war für mich das Debüt von Domink Henrich, er hat sein riesiges Potential angedeutet und steigert die Qualität der Mannschaft weiter."

Durch den wiederholt souveränen Sieg liegen die Commanders drei Spieltage vor Schluss in der absoluten Pole Position zur Meisterschaft in der Landesliga. Nun sollen die Verletzten und Kranken wieder ins Training einsteigen und weiter am System gefeilt werden, denn eins ist klar: In zwei Wochen tritt man am 14.09. um 19.00 in Krefeld an. Sollte man dort einen weiteren Sieg feiern, wäre man bereits zwei Spieltage vor Schluss Meister und damit sicher aufgestiegen, was die absolute Krönung einer unglaublich dominanten Saison wäre. Deswegen wird man alle zur Verfügung stehenden Spieler mobilisieren, um mit kompletten vier Reihen nach Krefeld zu fahren und dort nochmals ein richtiges Feuerwerk abzubrennen, bevor es dann schließlich heißt: "And the winner is...."

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